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Fotoparade FopaNet 2-2017

Kinners, wie die Zeit vergeht. Eben noch ging der Beitrag für die Fotoparade 1-2017 online, schon stöbern wir durch Bilderberge aus der zweiten Jahreshälfte. Nachdem Kirsten unseren Beitrag letztmals allein bestückt hat, möchten wir bei dieser Fotoparade einen Sammelpost von allen Sirenen & Heuler – Stammautoren einreichen. Sprich Bilder von Lars, Lorenz und Kirsten.

Ob wir damit in der Auswahl der begehrten #FopaNet-Stars disqualifiziert werden? Hach, dabei sein ist doch alles bei einer Fotoparade, oder? Und auch dieses Mal geht ein großer Dank an Michael für die Initiative, Organisation und Durchführung dieser wunderbaren Fotoparade. Und die Gelegenheit, einzutauchen in unsere jüngsten, noch so lebendigen Reise-Erinnerungen.

Um die heitere Aufforderung zum bunten (und schwarz-weißen) Bilderreigen extra kniffelig zu machen, hat Veranstalter Michael von Erkunde die Welt dieses Mal nicht alle Kategorien vorgegeben, sondern neun (9!) Kategorien zur Auswahl, von denen wir uns für fünf (5!) entscheiden müssen. Dabei sind sie alle super originell und inspirierend: Landschaft – Licht – SW – Tiere – Natur Nahaufnahme – Stadtbild – Farbkontrast – Essen – Aussicht. Wie soll man sich denn da bitte festlegen? Ach, Augen auf – und durch.

Kategorie | Tiere

Hier stehen Schildkröten auf Kunst, beziehungsweise, wohnen Tür an Tür mit ihr. Aufgenommen im Park des Museo Gulbenkian in Lissabon.

In diese Schildkröten hat sich Kirsten beim Besuch der Sammlung Gulbenkian in Lissabon ganz schön verguckt. Obwohl das Wasser, in dem sie schwimmen, auf dem Foto etwas brackig ausschaut, waren die kleinen Reptilien in echt putzmunter und vergnügt-verschmust.  Ihr Zuhause ist ein künstlich angelegter Bach, der die berühmten Museumsbauten großzügig umfließt. Für die Besucher aus aller Welt, die hier ausschließlich feinste Hochkultur in Parklandschaft erwarten und sicher keinen Staun- und Streichelzoo, sind die Kleinen eine tolle Zugabe. Ihr steht eher auf Pferde? Dann dürften Lorenz‘ Islandponys euch entzücken.

Kategorie | Natur-Nahaufnahme

Der Zauber entstehenden Lebens, eingefangen in einem sich entrollenden Farnwedel, aka Koru. Taku karakia.

Was Lars von seinem letzten Neuseeland-Trip an Fotografien mitgebracht hat, ist einfach spektakulär. Einfach jedes Motiv der Bildergeschichte Neuseeland – very beautiful, in der er sich der neuseeländischen Landschaft mit ganz präzisem Blick nähert, ist eine Klasse für sich. Für die Kategorie Natur-Nahaufnahme ausgewählt haben wir ein Koru, einen noch teilweise eingerollten Farnwedel. Der Koru ist für die Geschichte der Maori ebenso charakteristisches wie zentrales Symbol des Lebens. Er findet sich als Schmuck- und Tattoo-Motiv, in Schnitzereien und traditionellen sowie modernen Kunstwerken, ziert, in abstrahierter Form, sogar das Logo des Department of Conservation (DoC – Te Papa Atawhai) und ist längst zu einem gesamt-neuseeländischen Identifikationszeichen geworden.

Kategorie | Farbkontrast

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Bunt, bunter, Portugal. Hier in Aveiro gibt’s viel Art Deco – und viel Farbe.

Im September war Kirsten in Aveiro. Hier gibt es eine Universität. Und Salzgewinnung. Und Gondeln. Und weiche, unglaublich süße Törtchen, die eigentlich nur aus gezuckertem Eigelb bestehen. Überhaupt scheinen die Leute in Aveiro die Farbe gelb zu mögen. Im Kontrast zum Blau des Spätsommer-Himmels, des Wassers und der Fensterläden ist es einfach der Knaller. Auf einer kitschigen Gondeltour kann man weit mehr kontrastreiche Stadtbilder dieser kleinen großen portugiesischen Stadt sehen. Wenn ihr euch für Portugal interessiert, auf Sirenen und Heuler gibt es tonnenweise Portugal-Posts, wir lieben dieses Land.

Kategorie | Essen

Essen fotografieren ist wirklich nicht leicht. Wer das nicht glaubt, kann sich ja gerne mal bei Worst of Chefkoch umtun. Lorenz hat ein kulinarisch feines Näschen und ein gutes Händchen für lecker Spezereien. Kürzlich hat er einen ganzen Beitrag der portugiesischen Küche gewidmet. Genauer, der der Azoren. Delicioso. Bei seinem letzten Besuch in Wien hat dieses Schnitzel ganz besonders brav stillgehalten und sich zum Reinbeißen verdammt ansehnlich in panierte Pose geworfen. Was es dazu gab? Nüschte! Da ist Lorenz ganz Purist.

Wien: Kommt ohne jedes Beiwerk aus: Wiener Schnitzel, natürlich aus Kalbfleisch

Kommt ohne jedes Beiwerk aus: Wiener Schnitzel, natürlich aus Kalbfleisch

Kategorie | Licht

Kleine Morgenmeditation am Stettiner Haff. Hallo, Tag!

Hach, was wäre die Fotografie ohne das Licht. Im Ernst, jedem neuen Tagesbeginn wohnt ein stiller Zauber inne. Einen neuen Tag bewusst kommen zu sehen und das minütlich sich verändernde Licht vom dämmern bis zum Strahlen aufzusaugen, ist immer wieder ein Moment, in dem Kirsten sich besonders lebendig fühlt. Im Haffhus am Stettiner Haff geht das besonders gut, da ist das Haff so nah, dass man vom Bett aus unmittelbar am hauseigenen Strand steht. Wer will, kann sich ja danach nochmal hinlegen.

Kategorie | Schönstes Foto

Wellen im Wüstensand oder eine Zeltstadt? Das Dach der Zalman Arane Universitätsbibliothek auf dem Ben-Gurion University Campus in Beer Sheva präsentiert sich skulptural durchgearbeitet. Architekten: Michael und Shulamit Nadler.

Vielleicht erscheint dem einen oder der anderen diese Auswahl für unser Schönstes Foto ungewöhnlich, aber auch Lars‘ Stadt- Straßen- und Architektur-Fotografie macht uns fertig. Auf die allerbeste Weise. Das Dach der Universitätsbibliothek der israelischen Universitätsstadt Beer Sheva finden wir brutal schön. Immer wieder zieht es Lars nach Israel, denn die Stadt in der Negev Wüste ist ein riesiges Laboratorium für Architektur, in dem sich seit den 1950er Jahren die Stilrichtung Brutalismus ausbreitet wie sonst nur der Wüstensand.

Zum guten Schluss der Fotoparade

Bei all unserer Liebe zum Fotos genießen und dem fast unstillbaren Drang, schöne und denkwürdige Momente festhalten, stellen wir uns bei Sirenen & Heuler auch immer wieder die Frage nach der Sinnhaftigkeit und den Grenzen der Urlaubs- und Reisefotografie. Allen, die sich mit dem Thema ebenfalls kritisch auseinandersetzen, legen wir Lars‘ Beitrag Blackbox Neuseeland ans Herz.

Hier finden sich einige spannende Überlegungen zur Wahrhaftigkeit des Erlebens und dem wahren Wert von Reisefotos. Wer von euch stellt sich auch manchmal solche Fragen? Wir freuen uns schon auf eure Bilder – und mit euch über alle Bilder, die vielleicht nicht entstanden sind, weil ihr, wie auch wir sehr oft, in jenem Moment einfach nur „da“ wart.

Das Titelbild zu diesem Beitrag stammt von Kirsten aus Alcobaca, Portugal.

Die #FopaNet 2-17 läuft noch bis zum 23. Januar 2018. Mehr Infos findet ihr hier.

Bei der #FopaNet 1-17 haben wir zwei wundervolle Sterne ergattert, einen in der Klasse wortreich und einen silbernen Stern für einen besonders beeindruckenden Beitrag. Nochmals 1000 Dank mit Sternenstaub für diese Würdigung.

Delikatessen - Besser geht’s nicht: Cataplana mit Garnelen und Muscheln, verspeist in einem Restaurant namens „Mercado do Peixe“ – Fischmarkt – am Hafen von Punta Delgado

Unsere Zugabe (von Lorenz): Besser geht’s nicht: Cataplana mit Garnelen und Muscheln, verspeist in einem Restaurant namens „Mercado do Peixe“ – Fischmarkt – am Hafen von Punta Delgado, Azoren. Guten Appetit!

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