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Tasmanien – Tipps für die Planung deiner Rundreise

Eine Woche durch Tasmanien. Reicht das aus, um einen Eindruck dieser faszinierenden australischen Insel zu bekommen? Wie gehen Reisende am besten vor, welche Sehenswürdigkeiten sollten Besucher auf keinen Fall verpassen und wie viel Budget sollte man einplanen? Dieser Beitrag verrät’s.

Australien ist ebenso faszinierend wie schwer greifbar. Verrückt groß, verrückt weit weg, so unterschiedliche Klimazonen, von der verrückten Entstehungs- respektive europäischen Besiedelungsgeschichte mal ganz abgesehen. Wen der massige, extreme Kontinent überwältigt, der findet in Tasmanien einen guten Einstieg. Wer sich bislang an den kontinentalen Küstenstädten aufgehalten hat, macht in Tasmanien mit Sicherheit neue Entdeckungen.

Vorsicht – Niedlich! Tasmanisches Wildlife läuft einem manchmal einfach vor die Füße. Sogar die Echidnas, zu Deutsch: Ameisenigel, sehen hier anders aus als in Kontinental-Australien.

Die zum Staat gehörende Insel ist so groß wie Irland, umfasst aber nicht einmal 1% der Gesamtfläche Australiens. Tasmanien birst vor australischem Wildlife und charakteristischer Flora und erinnert, das liegt an der erdgeschichtlichen Entwicklung (Gondwana!) an den Nachbarstaat Neuseeland, der noch ein Stückchen weiter östlich in den Breitengraden der sogenannten „Roaring Forties“ liegt.

Im Süden dieses riesigen Kontinents befindet sich mitten im Bass Archipel Tasmanien. Mit Jetlag-umflortem Blick sticht die herzförmige Gestalt des Staates hervor und dass es hier ganz schön grün aussieht. Tatsächlich ist ein Viertel der Insel als UNESCO-Weltnaturerbe ausgewiesen, die Insel besteht zu knapp 40 Prozent aus Nationalparks.

Baum-Farne erreichen in Tasmanien nicht nur beachtliche Dimensionen, auch die kuriosen Formen lenken das Auge des Tasmanien-Besuchers und Wanderers auf sich.

Die Reiseroute durch Tasmanien auf einen Blick

Tag 1 | Ankunft in Hobart | 1 Übernachtung, früh: gleich loslegen; spät: erstmal ankommen
Tag 2 | Lake St Clair | 1 Übernachtung, Zwischenstopp am Mount Field Nationalpark mit einer kleinen Wanderung zum Frenchman’s Cap.
Tag 3 und 4 | Strahan | 1 Übernachtung, Gordon River Cruise
Tag 4 und 5 | Cradle Mountain | 2 Übernachtungen, Tageswanderungen im Nationalpark, nächtliches Wildlife Spotting
Tag 5 und 6 | Freycinet Nationalpark | 2 Übernachtungen in Coles Bay. Tageswanderungen und Bootsfahrt entlang der Wineglass Bay
Tag 7 | Rückfahrt nach Hobart | Vorschläge für deinen letzten Tag | Rückflug nach Melbourne (oder Weiterflug nach Sydney, je nachdem, was deine Pläne sind.)

Bis in den Himmel ragen die Tall Trees im Mount Field Nationalpark. Wie klein wir Menschen uns neben ihnen ausnehmen. Auch in Altersringen schlagen uns die Baum-Giganten um Längen.

Nach all dem Grün ein bisschen Blau? Im MONA – Museum of Old and New Art in Hobart werden euch die Augen übergehen. Hier ein Verbindungsgang zum neuem Trakt mit Lichtinstallation von James Turrell.

Tasmanien Tag 1 | Der Salamanca Markt in Hobart

Wenn du Glück hast, erwischst du mit deiner Ankunft einen Samstag. Noch besser: Versuch es doch so einzurichten, dass du deine einwöchige Rundreise durch Tasmanien an einem Freitag abend oder Samstag früh startest. Ein echtes Highlight von Hobart ist der Salamanca Market an der Waterfront, nahe Battery Bay. Mein erster Top-Tipp für Hobart-Besucher, weil ihr hier einen tollen Einblick in die lokale Streetfood, (Kunst)Gewerbeszene, die Lebensmittelpalette und lokale Spezialitäten erhaltet und ganz unkompliziert mit Einheimischen ins Gespräch kommt. So unprätenziös einem die Leute begegnen, so auffällig ist, dass hier alles mit Superlativen angepriesen wird. Wir lernen, am Ende der Welt wird laut getrommelt und für übertriebene Bescheidenheit besteht auch gar kein Grund.

Hier tummeln sich jeden Samstag Jung und Alt, Einheimische und Besucher von Hobart. Der Salamanca Market ist Pflicht. Und Entdeckungs-Paradies tasmanischer Spezialitäten und Kuriositäten.

Ich muss schmunzeln, wie oft ich „world’s best (hier bitte Namen des Produkts ergänzen)“ lese. Die ebenfalls beliebte Variante „Tasmanians best“ nimmt sich dagegen schon fast zurückhaltend aus. Die einheimischen Produkte, die ich probiere, vor allem Lachs in allen Darreichungsformen, Scallop-Pie, Honig und Nussmischungen, machen auch meinem Gaumen Freude. Nachdem alle Gänge erkundet sind, lohnt sich ein Abstecher in die Nebenstraßen. Die historischen Lagerhäuser aus Sandstein und der Salamanca Platz beherbergen heute Geschäfte und Galerien, Restaurants und Bars sowie (kunst) handwerkliche Betriebe.

Die weltbesten Teekannenwärmer kommen – na klar, aus Tasmanien! Originell sind sie in jedem Fall.

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Einen Superlativ möchte ich selbst verteilen, und zwar an die World’s smallest Kohlrabi, passen locker in die Handfläche.

Wenn ihr an diesem Tag noch Zeit habt, schnappt euch danach eine Fähre zum berühmten MONA, dem Kunsttempel des exzentrischen Poker-Gewinners und Kunstliebhabers David Walsh. Sonst besucht das Haus, von dessen Besuch ich hier schon bald mehr berichten werde, in jedem Fall an eurem Abreisetag!

Von Hobart nach Mount Field… Jetzt wird’s wild

Heute geht es raus aus dem quirligen Hobart, rein in die Natur. Erster Stopp – Mount Field Nationalpark. Kaum habe ich die Wanderschuhe an, hauen mich die Tall Trees fast wieder raus. Wie wir den Informationstafeln am Wegesrand entnehmen, werden die Giganten bis zu 1000 Jahre alt. Unvorstellbar. Die Wanderung ist vom Grad der Anstrengung her wunderbar zum Reinkommen. Die Rundweg ist so gestaltet, dass wir die uns umgebende Natur bewundern können, ohne gleich Kopf und Knöchel zu riskieren.

Keine Stunde nordwestlich von Hobart sind wir schon mitten drin, in der ungemäßigten Natur Tasmaniens. Trotz des dichten Bewuchses dringt immer wieder Licht auf den Wanderweg, die Luft ist mild und würzig.

Pink Mountain Berries wachsen überall in der Wildnis Tasmaniens. Sehen lecker aus, aber bitte nicht essen!

Auf dem Weg zu unserer Unterkunft am Fuße des Lake St. Clair lohnt sich ein Zwischenstopp am Eingang zum Frenchman’s Cap. Dieser Wanderweg liegt keine dreiviertel Stunde entfernt von den Tall Trees auf dem Weg nach Derwent Bridge. Ich gönne mir ein Päuschen und verpasse mit dem nächsten 2,5 stündigen Hiking Track gleich ein Highlight: eine schwingende Hängebrücke. Seid nicht so blöd wie ich und gebt euch das in jedem Fall!

Tasmanien Tag 2 | Von Lake St. Clair nach Strahan

Downtown Derwent Bridge. Wie, ihr würdet gern more fancy absteigen? Da hab ich einen Tipp: Nehmt was ihr kriegt, die Auswahl ist überschaubar! Und: Die Bungalows sind super ausgestattet. Und du bekommst einen ersten Eindruck davon, wie es ist, wenn Menschen inmitten der Natur zur Ausnahme werden.

Fun Fact zu Derwent Bridge, ein Ort, an dem sonst echt nichts ist und nichts passiert: Das Kleinststädtchen diente als wichtigster Drehort für das Fernsehdrama „The Last Confession of Alexander Pearce“, einem Film über einen britischen Sträfling aus der frühen europäischen Zeit Tasmaniens, Alexander Pearce, der pikanterweise als Kannibale Bekanntheit erlangte. Wir essen an diesem Abend vegetarisch – Spaghetti Alio Olio.

Bevor die Reise weiter geht in den äußersten Westen Tasmaniens, nach Strahan, solltest du unbedingt eine Wanderung am Lake St. Clair machen. Er bildet das untere Ende des großen Nationalparks und den Einstieg (oder Ausstieg – je nachdem) in eine mehrtägige Wanderrouten.

Tasmanien Tag 3 | Alles Fließt … am Gordon River

Kurzweilig vergeht der halbe Tag. Zu launigen Kommentaren schippert ihr durch den größten Naturhafen Australiens, werdet en passant mit Hintergründen und Historie der Gegend und seines Wildlife versorgt. Dazu gibt es zwei Ausflüge an Land und ein Mittagsbuffet. Majestätisch gleiten wir durchs Wasser und jede Sekunde verändert sich die Szenerie. Die Passagiere drängen sich am Bug und oben auf dem Oberdeck um nichts zu verpassen.

Auf einmal stehen wir inmitten des dicken grünen Teppichs, bahnen uns einen Weg durch ihn hindurch. Unser erster Halt, ein halbstündiger Rundweg durchs Wildlife. Hier sind die Huon Pines und alle anderen Baumwunder Tasmanienszum Greifen nah. Als guter Besucher fassen wir aber nix an und streicheln die Pflanzen nur mit den Linsen unserer Kameras.

Vom Wasser aus erblicken wir nur die Oberfläche des dichten Dickichts. Bei einem Landgang an einer eigens dafür eingerichteten Stelle kommen wir ganz nah ran an die jenseits des kleinen Pfades gänzlich unberührte Natur.

Zweiter Stopp: Sarah Island. Den paar Ruinen, die bescheiden aus der Landschaft heraus lugen, sieht man nicht an, was hier einst stattfand… Die Natur holt sich alles zurück. Irgendwie tröstlich. Der Mensch hält inmitten der wenigen sichtbaren Überreste – mahnend – die Erinnerung an die Geschichte der Insel als besonders grausame Strafkolonie wach. Auf Sarah Island gab es damals ein hohes Aufkommen an Huon Pines, die sich vor allem im Schiffsbau bewährten. Zum Glück für die hier angesiedelten Häftlinge erkannte ein findiger Unternehmer den Wert und führte, da er auf die Mithilfe der Inhaftierten angewiesen war, auch auf der menschlichen Ebene andere, humanere  Sitten ein.

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Auf unserer Guided Tour tauchen wir mit Ingrid ein in die grausame Geschichte von Sarah Island und erfahren, wie sich die Strafkolonie von der Hölle auf Erden hin zu einem Musterbeispiel an Mitarbeiter-Partizipation durch Anreize und Mitbestimmung gewandelt hat.

Nachdem wir wieder am Hafen in Strahan anlegen, startet gaaaanz zufällig ;-) nebenan im berühmten Sägewerk eine Vorführung zur Bearbeitung der Huon Pine, dem Holz, das diese Region reich und bekannt gemacht hat. Die Huon Pine, auch Macquerie Pine, ist der Star unter den Tasmanian Special Timbers, zu denen auch Gewächse mit so klingenden Namen wie Blackwood, Celery Top Pine, Leatherwood, Myrtle und Sassafras gehören.

Die Huon Pine sind extrem langsam wachsende, extrem langlebige immergrüne Bäume, die in Pyramidenform wachsen und Wuchshöhen von 21 bis 30 Metern erreichen können. Auch wenn sie entwurzelt und umgestürzt am Boden liegen, werden sie weiterhin versorgt und bleiben – wenn man so will – am Leben. Aus Huon Pine gefertigte Gegenstände sind sehr langlebig und entsprechend teuer. Kein Wunder, dass man sie früher zum Bootsbau verwendet hat.

Die Huon Pine, oder auch Lagarostrobos franklinii, ist in Tasmanien heimisch. In der Morrison Sawmill wird sie zu hochwertigen Schmuck- und Nutzgegenständen verarbeitet. Ihre Standorte liegen an Flussläufen und feuchten Berghängen nahe den südlichen und westlichen Küsten, in Höhenlagen zwischen 150 und 600 Meter. Der älteste Baum wird auf ca. 2000 Jahre geschätzt. Stammdurchmesser von 70 bis 100 Zentimeter. Was aussieht wie Nadeln sind schuppenförmige Laubblätter, ähnlich wie bei Zypressen.

 

Tag 4 und 5: Faszination Cradle Mountain

Einem Österreicher ist es zu verdanken, dass die Cradle Mountains heute so zugänglich sind. Hobby-Bergsteiger und Botaniker Gustav Weindorfer wanderte 1899 nach Melbourne, Australien aus, verliebte sich in eine ebenso naturverrückte junge Dame aus Tasmanien und ging wenige Jahre später mit ihr nach Tasmanien. Gustav und Kate heirateten und fassten wenige Jahre später den Plan, in Cradle Mountain ein Zuhause zu schaffen, ihr „Waldheim“.

Auf halbem Weg von Strahan nach Cradle Mountain tauchen die prominenten Berge vor uns auf. Von hier aus wirkt selbst das vergleichsweise überschaubare Tasmanien wieder australisch riesig.

Der Legende nach faszinierte die unberührte Naturlandschaft Weindorfer so, dass er den Wunsch hegte, ein jeder solle möglichst von dieser einzigartigen Schönheit profitieren. Er initiierte einen Nationalpark mit Unterkünften für Wanderer und Bergsteiger, der später zum Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark wurde. Heute finden sich hier viele der 60 als „Shortwalks“ ausgezeichneten Wanderwege Tasmaniens.

Hier solltest du unbedingt eine Wildlife Tour buchen. Aktuelle Infos gibts im Visitor Center am Eingang des Cradle Mountain Nationalparks. Wir haben in der Abenddämmerung und vor allem in der Dunkelheit nicht nur viele Wombats und Wallabies gesehen, sondern auch Quolls und Possums.

Mein Wander-Tipp: Der Dove Lake mit Blick auf Cradle Mountain. Ihn zu umwandern (der Dove Lake Circuit ist ein besonders beliebter „Great Short Walk“ dauert gut zwei Stunden, immer wieder gibt es neue, faszinierende Perspektiven auf die Szenerie.

Tag 5 und 6 | Freixenet gibt’s nicht in Freycinet, dafür aber eine Wineglass Bay

Im Nordosten Tasmaniens nimmt der Nationalpark Freycinet die komplette Halbinsel ein. Der Wineglass Bay-Circuit, ein Rundwanderweg von insgesamt 5 Stunden Länge, ist rückblickend mein persönlicher Lieblingswanderweg in Tasmanien. Und das liegt nicht nur am Namen. Er ist anspruchsvoll und abwechslungsreich. Zu Beginn geht es einmal hoch, dann wieder runter und um den Berg herum zurück zum Parkplatz des Freycinet Nationalparks. Viele Wanderer nehmen die kurze Variante, einmal hoch zum Aussichtspunkt auf die Bay, und auf demselben Wege wieder runter.

Wieso die Wineglass Bay diesen Namen trägt, habe ich nicht erfahren können. Ihre Form, der schöne Schwung, erinnert in jedem Fall an ein fein geschliffenes Glas. Cheers!

Entsprechend stark frequentiert ist dieser erste Streckenabschnitt in den Sommermonaten. Entscheidest du dich für den langen Rundweg, triffst du auf der zweiten Hälfte der Strecke nur noch sehr wenige Wanderer. Nimm dir in jedem Fall Proviant, genügend Wasser und Sonnencreme zum Nachschmieren mit und auch ein Badekleid. Eine Wanderung mit einem Sprung ins Wasser zu unterbrechen ist gerade hier, am Ende der Welt, ein Vergnügen, das du dir nicht entgehen lassen solltest.

Wer viel wandert darf sich auch belohnen. In Coles Bay geht das ganz wunderbar mit Austern und Super Chefs-Special Pizza im „Geographe“.

Apropos Wineglass Bay… In der Gegend gibt’s tatsächlich viele Weinkellereien, aber uns hat die Natur so high gemacht und die lokalen Weine im Geographe haben uns auch aus dem Stehgreif überzeugt. Ein Winetasting – ebenfalls eine beleibte Freizeitbeschäftigung hier, kann ich daher nur als mögliche Option erwähnen. Und vielleicht, wenn ihr eine Tag mehr Zeit habt als wir auf unserer einwöchigen Rundreise.

Wie verabschiedet man sich vom schönen Tasmanien?

Allein der Eingangsbereich zum MONA lässt vermuten, dass hier einiges anders läuft als im konventionellen Museumsbetrieb. Er erinnert an eine Minigolf-Anlage.

Wenn du einen Abendflug buchst, hast du vor der Abreise aus Coles Bay noch Zeit für eine Runde Kayaken in der atemberaubenden Kulisse des Freycinet Nationalparks. Oder du fährt gleich früh zurück nach Hobart und nimmst dir nach der Überdosis Natur zum Abschluss Zeit für ein besonderes Kultur-Highlight. Das MONA– Museum des Exzentrikers David Walsh ist ein absolutes Must-See und nach Salamanca mein zweiter Top-Tipp für Hobart.

Es ist vom Eingang bis zum hintersten Winkel ebenso verrückt und inspirierend wie der Initiator auch. Was du dort alles entdecken kannst und warum du einen Besuch unbedingt einplanen solltest, bevor du Tasmanien verlässt und weiter reist, erzähle ich im nächsten Beitrag auf Sirenen und Heuler.

Photo Credit: Danke an Frank Ringwald für die schönen Fotos.

Nützliche Infos für die Planung deiner Tasmanien Reise

Flug: Jetstar, eine günstige Airline für Inlandsflüge von Kontinental Australien, Jetstar fliegt auch von Australien nach Neuseeland. Je nachdem, wie zeitig ihr bucht, 80-100 Euro retour.

Unsere AirBnB Unterkunft in Hobart, Sandy Bay. Hier lässt es sich famos auf Tasmanien einstimmen.

Unterkunft: In Hobart funktioniert AirBnB ganz gut,in ländlichen Gegenden und Nationalparks nach  „self contained accomodation“ suchen. Durchschnittlich 40-50 Euro pro Nacht und Nase haben wir gezahlt. Ich bin sicher, das geht noch günstiger, aber ein bisschen Komfort und vor allem Unterkünfte mit eigener Küche waren uns das wert.

Mietwagen und Fahrerlaubnis: Autos gibt’s bereits ab 25 Euro pro Tag. Aktuell steht der Australische Dollar bei 0,65- 0,67 Euro, das kannst du über Währungsrechner im Netz jeweils tagesaktuell überprüfen. Bei der Ausleihe musst du in der Regel neben dem deutschen auch einen Internationalen Führerschein vorlegen, zusätzliche Fahrer müssen kostenpflichtig angemeldet werden. Diesen kannst du vor Abreise gegen eine Gebühr von 15 Euro beim Bürgeramt beantragen; euren Ausweis, ein Lichtbild, das euch ähnlich sieht und euren gültigen Karten-Führerschein nicht vergessen! Der Internationale Führerschein ist ab Ausstellungsdatum 3 Jahre gültig.

Entry Passes National Parks Tasmania:
Um in Tasmanien in die als Nationalparks ausgewiesenen Gegenden betreten zu dürfen, benötigt ihr einen Pass. Dieser muss sichtbar im Auto liegen. Wenn du die kostenfreien Shuttlebusse nutzen willst, z.B. in Cradle Mountain, musst du ihn zusätzlich am Informations- und Ticketschalter vorlegen. Unser Pass kostete ca. einmal 60 Dollar, also knapp 40 Euro, pro Auto (und max. 8 Personen). Schau am besten selbst bei Parks & Wildlife Services Tasmania nach, welcher für deine Zwecke am besten ist.

Essen: Jeden Tag mehrmals essen gehen, geht gerade bei mehrwöchigen Reisen ganz schön ins Geld. Ich persönlich finde es toll, das Frühstück in der eigenen Unterkunft einzunehmen und in Ruhe Proviant für die Tages-Wanderungen vorzubereiten. Wir sind auch lecker essen gegangen, keine Frage. An einigen Tagen hat uns eine schnelle Nudel super happy gemacht. Wenn du im Supermarkt einkaufst, kommst du mit gut 15 Euro pro Tag hin.

Nationalfetisch Barbeque: Ein Elektro-Grill findet sich in nahezu jeder Unterkunft in Tasmanien. Auf den Campingplätzen bei Cradle Mountain gibt es große Gemeinschaftsküchen, bei denen ein Barbeque selbstredend nicht fehlen darf. Herrlich unkompliziert. Alles draufwerfen, lecker essen, den Grill für die nächsten hungrigen und müden Wanderer reinigen, fertig. Australien ist nicht billig. Essen gehen, besonders Genusswaren wie Alkohol und Tabak, sollte euch das interessieren. Fleisch hingegen ist vergleichsweise günstig. Gut für alle Carnivoren.