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16 ultimative Rom Tipps

Eine Reise nach Rom. So viele Fragezeichen, so viel Aufregung. Ist eigentlich klar. Muss sogar so sein. Denn schließlich ist Rom die ewige Stadt. Die Stadt aller Städte. 16 ultimative Rom Tipps, damit Deine Rom Reise ein unvergessliches Erlebnis wird.

Rom Tipp 1: Die beste Reisezeit für die ewige Stadt

Wann ist die beste Reisezeit für Rom? Gute Frage! Die häufigste Antwort darauf: Frühjahr von Ende März bis Anfang Juni. Oder Herbst von Anfang September bis Ende Oktober. Und so kommen die Reisenden dann auch in Scharen. Wetter ist halt ordentlich. Also ist im April und Mai, im September und Oktober in Rom richtig die Hölle los. Und zwar ganz schrecklich: Gedränge und Gewühle an der spanischer Treppe und am Trevi-Brunnen. Schlange stehen vor Pantheon und anderen Sehenswürdigkeiten. Überfüllte Cafés und Restaurants. Nix dolce far niente! Stress pur! Geht gar nicht!

Im August dagegen ist es krachend heiß. Viele Römer verlassen wegen der Hitze die ewige Stadt. Deswegen ist Rom weniger hektisch. Andererseits sind viele Restaurants, Geschäfte und Cafés während der Sommermonate geschlossen. Nachts ist es so heiß, dass erholsamer Schlaf unmöglich ist. Also heißt es, in der Dunkelheit im T-Shirt durch die mit Gaslaternen beleuchteten Gassen streunen. Eigentlich sehr schön! Muss man aber mögen.

Ab 8. Dezember, dem Immacolata-Fest, dem Fest der unbefleckten Empfängnis Mariens, setzt der italienische Weihnachts- und Shopping Tourismus ein. Der ebbt erst um Neujahr so langsam ab. Wenn die italienischen National-Feiertage günstig zu einem Wochenende fallen, bilden sich die berühmt, berüchtigten Ponte-Wochenenden und Rom dreht am Rad. Auch schwierig.

Darum lautet Rom Tipp Nummer 1 überleg Dir, ob Du nicht im November oder von Januar bis Februar nach Rom reisen kannst. Vielleicht ist das Wetter nicht ganz optimal, aber immer noch angenehmer als im Norden. Wenn Dir super Wetter also nicht so wichtig ist, sondern Du  wegen der Atmosphäre und der tollen Sehenswürdigkeiten und Monumente nach Rom kommst, dann solltest Du Deine Reise so legen, dass Dir nicht 100.000 andere Rom-Besucher die Füße platt treten. Birgit Schönau hat in ihrem Blog Fussballoper tolle Insider Tipps aus Rom für Wintertage aufgelistet.

Marmorhand mit ausgestrecktem Zeigefinger vor einer okerfarbenen Wand in den Kapitolinischen Museen von Rom. Ein echter Rom Tipp.

Der Zeigefinger Konstantin des Großen. Eine der tollen Skulpturen in den Kaptiolinischen Museen. Eigentlich auch ein echter Rom Geheimtipp. Denn in die Kapitolinischen Museen verirren sich nur wenige Besucher

Rom Tipp 2: Eintritts-Tickets online kaufen

So ungefähr 9 Millionen Besucher kommen im Jahr nach Rom. Viele dieser Rom Besucher wollen das sensationelle Kolosseum bestaunen oder die berühmten Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle besichtigen. Da ist stundenlanges Schlangestehen programmiert. Wer will das schon?

Darum lautet Rom Tipp Nummer 2, überleg Dir vor Deiner Reise, welche Rom Sehenswürdigkeiten Du bewundern möchtest und reservier die Eintritts-Tickets online. Den Eintritt für das Kolosseum kannst Du über die Website der CoopCulture erwerben. Auf dieser Website findest Du Informationen zu weiteren interessanten Sehenswürdigkeiten in Rom. Außerdem und kannst Du hier noch andere Eintritte reservieren zum Beispiel für die Domus Aurea, das goldene Haus Neros oder die Cestius Pyramide.

Für die spektakuläre Galeria Borghese, dieses fantastische Museum, in dem Du Meisterwerke großartiger Künstler wie Gian Lorenzo Bernini, Caravaggio und Rafael bestaunen kannst, ist eine Reservierung des Eintritts verpflichtend vorgeschrieben. Die Reservierung kannst Du über die Website von Ticket One erledigen.

Den Eintritt in die Vatikanischen Museen kannst Du bequem über die Museums-Website reservieren. Die Laokoon-Gruppe, die Stanzen Rafaels und die von Michelangelo ausgemalte Sixtinische Kapelle sind so unglaublich weltberühmt, dass der Ansturm auf die vatikanischen Museen einfach gewaltig ist. Und das bringt mich auch schon zum 3.ultimativen Rom Tipp: Vergiss die Vatikanischen Museen!

Fantastisch: Tiber, Pantheon, Engelsburg. Von der Kuppel der Peterskirche liegt Dir Rom zu Füßen

Rom Tipp 3: Vergiss die Vatikanischen Museen aber besteig die Kuppel von Sankt Peter

Zugegeben, das hört sich erstmal ziemlich ketzerisch an. Die Vatikanischen Museen sind doch vollgestopft mit weltberühmten Sehenswürdigkeiten erstens Rangs. Sie gehören doch zum sogenannten Pflichtprogramm einer Reise nach Rom. Genau! Aber!

Weil die Vatikanischen Museen vollgestopft sind mit weltberühmten Sehenswürdigkeiten, sind sie auch gedrängelt voll mit Besuchern. Übel gelaunt schieben die sich Schulter an Schulter und Bauch an Rücken durch kilometerlange Gänge vorbei an den sensationellsten Kunstwerken. Dumm bloß, dass Verweilen und Staunen vor diesen großartigen Schätzen gar nicht möglich ist. Denn die Masse drängt und struddelt dich entweder einfach weiter oder du bist damit beschäftigt, nicht in diesem menschlichen Wimmelmeer unterzugehen. Für mich ist ein Besuch in den Vatikanischen Museen vor allem anstrengende und deswegen eine unerfreuliche Sache. Michelangelo hin und Rafael her. Steig lieber am frühen Morgen die Kuppel der Peters-Kirche hinauf. Sensationell!

Falls es dich trotzdem in die Vatikanischen Museen zieht, mach dir im Vorfeld einen Plan, was du sehen möchtest und dann geh schnurstracks drauf los. Aber jetzt bin ich schon mitten in der Reise. Also noch mal zurück auf Los. Wo sollst du wohnen? Darum geht es im Rom Tipp 4.

Rom Tipp 4: Die richtige Unterkunft

Hotel, Apartment, Kloster … ? Die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten ist in Rom unerschöpflich. Aber wo soll Deine Unterkunft liegen? Wenn Du nicht im historischen Zentrum rund um Pantheon oder Piazza Navona absteigen möchtest, solltest Du eine Bleibe in der Nähe einer U-Bahnstation suchen! Auf den öffentliche Nahverkehr in Rom ist leider wenig Verlass. Aber die U-Bahn, Metropolitana, fährt meistens regelmäßig und bringt Dich ziemlich nah an die wichtigsten Sehenswürdigkeiten heran.

Ich persönlich wohne in Rom gerne zwischen Santa Maria Maggiore und der Piazza Vittorio Emanuele auf dem Esquilin oder im Stadtviertel Prati auf der anderen Tiberseite. In Prati immer nah am Flusses und an den Brücken, die zur Piazza Navona oder zur Piazza del Popolo führen. Denn so gelangst Du von dort schnell und einfach zu Fuß ins historische Zentrum der ewigen Stadt.

Viele Menschen vor der Fontana di Trevi. Hinterköpfe. Aber kein Brunnen.

Früh Aufstehen! Das ist der ultimative Rom Tipp. Mitten am Tag werden die Sehenswürdigkeiten in Rom heftigst umrudelt. Hier siehst Du den Trevi Brunnen kaum wegen der vielen Menschen

Rom Tipp 5: Früh Aufstehen!

Früh Aufstehen und Urlaub? Du hast Recht, passt nicht so gut zusammen. Aber wenn Du entspannt und ungestört die sensationellen Rom Highlights Trevi Brunnen, Piazza Navona, Pantheon oder die spanische Treppe erleben möchtest, dann solltest Du diesen ultimativen Rom Insider-Tipp: Früh Aufstehen mindestens einmal befolgen.

Lauf einfach vor dem Frühstück los. Einen Wachmacher-Espresso kriegst Du an jeder Ecke. Belohnt wirst Du mit der unvergleichlich sanften Stimmung einer erwachenden Stadt. Das Kopfsteinpflaster glänzt noch samtig feucht. Das Licht strahlt noch etwas scheel. Hinter Dir rumpelt vielleicht ein Müllwagen die Straße entlang. Ansonsten morgendliche Ruhe ohne Geknatter und Gekreische. Ein Straßenkehrer schiebt den Müll der vergangenen Nacht zusammen. Von irgendwo plätschert ein Brunnen. Ein erschöpftes Hochzeitspaar in festlichen Gewändern poussiert vor der Spanischen Treppe für das ultimative Hochzeitsfoto. So viel Luft, so viel Raum, diese unglaubliche Ruhe … Das alles kannst Du nur am frühen Morgen Roms erleben. Vielleicht hast Du jetzt noch Lust etwas weiter zu flanieren. Dann passt der Rom Tipp Nummer 6.

Eine enge, dunkle Straße. Durch die Straße schauen wir auf den Rom Tipp Spanische Treppe und den Pincio.

Hier ist es immer voll während der Hochsaison. Blick von der Via Condotti auf die Spanische Treppe und die Kirche Trinita dei Monti

Rom Tipp 6: Spaziergang über den Pincio

Vom Pincio aus hast Du einen herrlichen Ausblick über die Dächer der ewige Stadt. Kapitol, Pantheon, Engelsburg und Sankt Peter. Ganz Rom liegt Dir während dieses Spaziergangs zu Füßen. Dieser Spaziergang über den Pincio beginnt an der Piazza di Spagna. Dort steigst du die Stufen der spanischen Treppe empor und bewunderst oben angekommen erst einmal das Panorama.

Ein echter Geheimtipp auf dem Pincio ist die fantastische Fassade des Palazzo Zuccari. Ein riesiges Maul scheint die Besucher zu verschlingen. Den Palazzo findest Du in der Via Gregoriana 28. Über die Viale della Trinita dei Monti schlenderst Du dann den Pincio entlang. Rechter Hand liegt die monumentale Villa Medici. Auf der linken Seite jagt eine tolle Aussicht die nächste. Wenn Du Dich nach der Villa Medici etwas rechts hältst, gelangst Du in den üppig grünen Stadtpark Villa Borghese. Am Kasino Valadier vorbei, erreichst Du die Piazza Napoleone. Einen großartigeren Panorama-Blick über Rom gibt es nicht.

Jetzt etwas Kultur gefällig? Dann steig vom Pincio hinunter auf die Piazza del Popolo. Dort findest Du meinen Rom Tipp Nummer 7.

Hinter einem geschwungenen Gitter ein bekleidetes Totengerippe aus gelbem Marmor, gekleidet in einen faltigen weißen Marmormantel. Grabmal im Rom Tipp Santa Maria del Popolo.

What you see is what you get. Grabmal in der Kirche Santa Maria del Popolo

Rom Tipp 7: Santa Maria del Popolo

Kirchen gibt es in Rom nun wirklich an fast jeder Straßenecke. Musst Du Dir jede anschauen? Eher nein. Aber an der Kirche Santa Maria del Popolo solltest Du – trotz der schlichten Fassade – nicht einfach vorbei gehen. Denn diese Marienkirche gehört zu den spektakulärsten Schatzkisten Roms. Der schlichte Innenraum mit den mörtellos gefugten Pfeilern und dem schmucklose Thermen-Gewölbe ist eine Rekonstruktion antiker römischer Bauten aus der Zeit der Renaissance. Das alleine ist schon sehr eindrucksvoll. Noch großartiger ist allerdings die künstlerische Ausstattung. Raffael, Bernini, Caravaggio. Die ganz Großen der römischen Künstler haben für die Kirche weltberühmte Werke produziert. Unbedingt sehenswert!

Wenn Du auf den Geschmack gekommen bist, dann schau auf jeden Fall auch auf dem Esquilin bei Santa Maria Maggiore vorbei. In diesem frühchristlichen Wunderbau entdeckst Du funkelndes Gold, kühlen Mamor und über 1600 Jahre Geschichte. Beeindruckend! Gleich nebenan findest Du die überwältigend schöne Kirche Santa Prassede. Der größte Schatz dieser Kirche sind die großartigen, bunten Glasmosaike im Chor und in der kleinen Kapelle des Heiligen Zeno. Auf gar keinen Fall verpassen!

Kreuzgang von San Carlo alle Quattro Fontane. Kirche und Kreuzgang sind Wochentags nur vormittags zu besichtigen

Die Heilige Teresa von Avilla. Heilige Glut. Ein Meisterwerk Gian Lorenzo Berninis

Rom Tipp 8: Bernini und Borromini – Genies des römischen Barocks

Lorenzo Bernini ist zweifellos der Schöpfer des monumentalen barocken Roms. Der andere große Architekt des römischen Barocks ist Francesco Borromini. Der galante Bernini und der schwermütige Borromini müssen sehr unterschiedliche Charaktere gewesen sein, die sich nur schwer miteinander vertrugen. Die Konkurrenz unter den beiden Architekten war so groß, dass sich der melancholische Borromini, der sich sich gegen den übermächtigen Bernini nicht durchzusetzen wusste, frustriert das Leben nahm. Der Wettbewerb der beiden Architekten um die beste Ideen lässt sich in Rom an vielen prominenten Orten nachverfolgen. Zum Beispiel auf der Piazza Navona, wo der Vierströmebrunnen Berninis vor der von Borromini geplanten Kirche Sant’ Agnese in Agone plätschert oder am Palazzo Barberini.

Besonders gut kannst Du die unterschiedliche Ideen der beiden Architekten auf dem Quirinal nachvollziehen. Borromini hat dort auf engstem Raum die extravagante Kirche Sant Carlo alle Quattro Fontane errichtet. Etwas weiter kannst Du den klassischen Barock Berninis in der Kirche Sant Andrea al Quirinale bewundern. Und wenn Du schon mal hier bist, dann schau doch auch noch bei der ekstatisch chillenden Heiligen Teresa in der Kirche Santa Maria della Vittoria vorbei. Ein Meisterwerk des Tausendsassas Berninis.

Dass Architektur verwirrend genial sein kann, beweist Dir Borromini mit der winzigen Kirche San Ivo alla Sapienza in der Nähe der Piazza Navona zu besuchen. Einer der berauschendsten Innenräume, die Du in Rom erleben kannst.

Eine goldene Spinne mitten in ihrem goldenen Netz vor schwarzem Hintergrund.

Im Jugendstil Viertel Quartiere Coppedé gibt es bezaubernde Details zu entdecken. Hier eine goldene Spinne im Netz.  Darum hier ein weiterer ultimativer Rom Tipp: Immer die Augen auf!

Rom Tipp 9: Jugendstil in Rom – das Quartiere Coppedè

Das waren nun sehr viele Kirchen. Ich weiß. Aber in Rom kommst Du an Kirchen nicht vorbei. Wenn Du trotzdem eine Pause von so viel Heiligkeit brauchst, dann besuch doch einfach das Qartiere Coppedè. Das Coppedè Viertel ist ein kleines malerisches Märchendorf aus der Zeit des Jugendstils inmitten der gigantisch großen Stadt. Eine ganz und gar fabelhafte Überraschung! Allerdings ist der Besuch nichts für schwache Nerven. In dem Blogpost Quartiere Coppedè – Römische Oasen findest Du weitere Infos und Bilder. Vielleicht möchtest Du aber auch lieber in einem romantischen Park flanieren. Dann ist der ultimative 10. Rom Tipp etwas für Dich.

Die Villa Celiomontana an einen sonnigen Wintermorgen

Rom Tipp 10: Spaziergang durch die Villa Celiomontana

Rom ist die Stadt der 7 Hügel. Einer dieser berühmten 7 Hügel ist der Celio. Er liegt ganz zentral, gleich hinter dem Kolosseum und dem Palatin. Doch trotz seiner zentralen Lage wird der Celio nur von wenigen Touristen besucht. Der Celio scheint in einen duftigen Dornröschenschlaf versunken. Ein echter Rom Geheimtipp also. Dieser reizvollen Atmosphäre kannst Du besonders gut bei einem Spaziergang durch den zauberhaften Park Villa Celiomontana nachspüren. Wenn Du den Celio besuchen möchtest, erfährst Du Post Domus Aurea & Celio, welche Sehenswürdigkeiten Du auf dem Celio noch entdecken kannst.

Überall in Rom. Dieser irre Mix aus Vergangenheit und Gegenwart

Rom Tipp 11: Entspannen im Monti Viertel

Wohin in Rom, wenn die müden Füße nicht mehr tragen? Mein ultimativer Rom Tipp ist das Monti Viertel mitten in der Ewigen Stadt. In dieser römischen Oase bist Du weit weg von berühmten Sehenswürdigkeiten und findest dabei etwas vom echten, authentischen Rom. Dazu gibt es hier kleine, entspannte Cafes, witzige Boutiquen und viele römische Originale. Das Monti Viertel ist also der ideale Ort, wenn Du bis oben voll bist mit Antike und Kunst und Dich in Rom einfach nur noch entspannen möchtest. Wie das geht, erfährst Du im Post Monti Viertel hier im Blog.

Zwei Hände einer Bronzeskulptur in Nahaufnahme

Nach dem Kampf. Hände eines Boxers. Rom Tipp für antikenbegeisterte Besucher: schau dem Boxer mal in die Augen

Rom Tipp 12: Piazza Cinquecento und das Museo Nazionale Romano

Bahnhofsviertel in großen Metropolen leiden häufig unter einem schlechten Ruf. Warum sollte das in Rom anders sein? Einladend und heimelig ist Rom rund um den großen Kopfbahnhof Stazione Termini ganz sicher nicht. Aber auch in der unwirtlichen Stadtlandschaft rund um die große Piazza dei Cinquecento erwarten Dich tolle Überraschungen. Da ist einmal die grandiose Piazza della Republica. Die Kirche Santa Maria degli Angeli wurde von Michelangelo in einem uralten Thermen-Saal aus der römischen Kaiserzeit eingerichtet. Im Palazzo Massimo erwarten Dich geheimnisvolle Göttinnen und muskelbepackte Sportler. Viel schöner als die Natur erlaubt. Wenn Du mehr über den Rom Tipp Museo Nazionale Romano im Palazzo Massimo erfahren möchtest, findest Du interessante Infos im Artikel über die Piazza Cinquecento.

Eine flache Betonkuppel getragen von symetrischen Stützen.

Rom ist die Stadt der Kuppeln aus Beton und Blei. Kaiser Hadrian hat um 125 am Pantheon mit dieser Tradition begonnen. Luigi Nervi setzt sie am Palazzetto dello Sport großartig fort

Rom Tipp 13: Moderne Architektur im Foro Italico und im Quattiere Flaminio

In Rom verfolgt Dich die ganz große Geschichte auf Schritt und Tritt. Zum Glück gibt es zur Abwechslung auch quierlige und lebendige Gegenwart. Im Quartiere Flaminio begann für Rom im Jahr 2000 die Zukunft. Hier verordnete sich die ewige Stadt den Aufbruch in die Gegenwart, und zwar mit zeitgenössischer Kultur. Die Stararchitektin Zara Hadid plante und errichtete das Maxxi, das Museo Nazionale delle Arti del XXI secolo, ein Museum für Kunst des 21 Jahrhunderts. Renzo Piano entwickelte das Konzert-Auditorium Parco della Musica. In unmittelbarer Nähe dazu liegt das olympische Dorf für die Olympiade 1960 in Rom. Im Zentrum ein fantastisches UFO, der Palazzetto dello Sport von Luigi Nervi. Über den Tiber kommst Du zum Foro Italico mit seinen monumentalen Stadien und Sportarenen. Hier erfährst Du mehr über moderne Architektur in Rom.

Das Caffé Greco in der Via Condotti ist eine römische Institution. Kein Geheimtipp aber immer gut für einen super Espresso und ein verführerisches Dolce

Rom Tipp 14: Caffé in Rom

Vor kurzem stand ich in der Tazza D’Oro nah am Pantheon richtig lange Schlange. Als ich an der Kasse endlich an der Reihe war, fragte ich den Kassierer: “Ist das jetzt immer so?“ Seine Antwort: “Ja, in zwei Jahren lasse ich mir einen Bart wachsen und lege mich an den Strand.“

In Rom lässt sich mit Caffè richtig viel Geld verdienen. Der Caffé in der Tazza D’Oro schmeckt wirklich gut. Aber mir gehen Warteschlangen ziemlich auf den Geist. Deswegen ist mir inzwischen auch egal, wo es in Rom den angeblich besten Caffé gibt. Wenn ich es stilvoll möchte schlendere ich zum Caffé Greco, das kann gar nicht falsch sein. Dort hat schon Goethe seine Schokolade geschlürft. Wenn ich ein bisschen Ruhe möchte, gehe ich in das Café im Kreuzgang von Bramante. Gleich hinter der zauberhaften Kirche Santa Maria della Pace.

Gasse im römischen Ghetto unterhalb des Kapitol

Rom Tipp 15: Restaurantsuche in Rom

Verhungern musst Du auf keinen Fall in Rom. Das Angebot an Restaurants ist unüberschaubar groß. Aber wie findest Du ein gutes und typisches Restaurant? Das ist ein bisschen Glücksache. Darum im Rom Tipp Nummer 15 ein paar Anhaltspunkte. Nach meinen Erfahrungen sind Römer eher traditionell vielleicht sogar konservativ. Sie legen Wert auf Dinge, die sich nicht ändern oder nur sehr langsam ändern.

Das gilt auch für Restaurants. Ein typisches, römisches Restaurant ist deswegen nie modern, eher gediegen nüchtern, vielleicht schon in den 30er oder 50er Jahren des letzten Jahrhunderts eingerichtet. Die Speisekarte ist übersichtlich. Dort findest Du als Nudelspeise bestimmt Spaghetti alla Carbonara oder all’ Amatriciana, für den Hauptgang wahrscheinlich eine Tagliata di Manzo mit Rucola. Die Kellner begegnen dem unbekannten Gast eher reserviert, ihre Freundlichschaft möchte verdient werden. Also nicht abschrecken lassen!

Das alles findest Du in meinem Rom Insider-Tipp Ristorante Abruzzi in der Via del Vaccaro 1. Der schlichte Gastraum wurde irgendwann in dem eleganten 50er Jahren eingerichtet und hat sich seitdem kaum verändert. Dunkle Wandtäfelung, gebohnerter Terrazzo-Fußboden und gestärkte weiße Tischdecken. Ich finde besonders die Rigatoni alla Carbonara super. Die sind so gut, dass ich bei jedem Rom Besuch einen Teller davon verdrücke. Und jetzt kommt der wichtigste Rom Tipp überhaupt.

Rom Tipp 16: Pack einen warmen Pulli ein! Denn nirgendwo lässt sich besser frieren als im Süden.

Service Rom

Wenn Du noch mehr Rom Geheimtipps suchst, dann schau Dich doch weiter bei Sirenen & Heuler um. Im Blog Archiv findest Du noch mehr informative Rom Artikel.