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Moeraki Boulders – Naturwunder in Neuseeland

Die Moeraki Boulders am Koekohe Beach an der Küste Otagos in Neuseeland sind für die einen Riesenmurmeln im Meer für die anderen gigantische Kumara-Kartoffeln. Auf jeden Fall sind die Moeraki Boulders ein Naturwunder in Neuseeland, das Du nicht verpassen solltest.

Die Moeraki Boulders an der Küste von Otago sind eines der Naturwunder, für die Neuseeland so berühmt ist. Denn die Moeraki Boulders sehen aus wie große Murmeln, die spielende Riesen vor ziemlich langer Zeit einfach am Sandstrand haben liegen lassen. Oder vielleicht auch wie große Kumara-Kartoffeln, die den Maori bei einer Bootsfahrt aus ihrer Heimat Hawaiki Richtung Neuseeland aus dem Kanu gefallen sind. So verklärt eine Maori Legende die Riesensteine am Koekohe Beach.

Auf jeden Fall ist es überraschend schön, wie diese kugelrunden Steine an der Küste von Otago in der Gischt des pazifischen Ozeans funkeln und glänzen. An den Moeraki Boulders vorbei fahren geht einfach nicht!

Deswegen finden sich auch viele Besucher an dem schmalen Koekohe Strand zwischen den Orten Hampden und Moeraki ein, die dieses Naturwunder bestaunen und ganz besonders gerne fotografieren wollen. Um diese Menschenmenge artgerecht zu bedienen, gibt es einen großen Parkplatz, lockt ein Souvenir-Shop mit ansprechenden Kinkerlitzchen und wird in einem Café der typische Flat White angeboten. Das ist alles außerordentlich bequem.

Der Weg hinunter an den Strand zu den Moeraki Bouldern führt unweigerlich an diesen Verführungen  der Zivilisation vorbei. Eine kleine Spendenbox mahnt den Besucher 2 Neuseeland Dollar für den Eintritt hier zu lassen.

Das Bild zeigt einen Strand, den Koekohe Beach, an der Küste Otagos in Neuseeland. Der Sand des Strandes ist feucht vom Regenwasser. Zwischen Strand und Pazifik liegen runde Steine, das sind die Moeraki Boulders. Der Himmel ist blau und etwas wolkenverhangen.

Die Moeraki Boulders am Koekohe Beach zwischen Hampden und Moerakí

Das Bild zeigt einen weiten Horizont mit blauem Himmel. im Vordergrund der Sandstrand des Koekohe Beach. Auf runden Steinen, den Moeraki Boulders, steht eine Frau mit erhobenen Armen.

Viele Besucher kommen wegen der tollen Fotomotive an den Koekohe Beach.

Kurz vor Ebbe an die Moeraki Boulders!

Der Strand ist gar nicht so voll, wie in Reiseführern beschrieben, denn ich bin gut 1,5 Stunden vor Ebbe hier angekommen. Und das ist auch gut so. Denn mir wird erzählt, dass pünktlich zum niedrigsten Wasserstand Reisebusse aus allen Himmelsrichtungen an den Moeraki Boulders stoppen und ihre menschliche Fracht entladen. Dann soll hier richtig Rummel sein.

Sowieso solltest Du vor Deinem Besuch an den Riesenmurmeln, die Gezeiten checken. Denn beim höchsten Pegelstand holst Du Dir am Strand nasse Füße. Das ist je nach Wetter gar nicht so schlimm. Aber bei Hochwasser wird es mit den Fotos schwierig, weil Du nur wenig von den Riesenkugeln siehst.

Damit Du Deinen Ausflug bequem planen kannst, findest du hier Informationen über die Gezeiten an den Moeraki Boulders. Nicht nur die Zeiten  vor dem Niedrigwasser eignen sich besonders gut zum Besuch, Du kannst auch mit der Zeit nach der Ebbe kalkulieren. Übrigens kannst Du die Moeraki Boulders ganz bequem erreichen, denn sie liegen fast direkt an der Schnellstraße 1. Öffentlichen Nahverkehr solltest Du in Neuseeland allerdings nicht erwarten.

Das Bild zeigt die Gesteinswand einer Steilküste. Im Vordergrund Sand. Von oben wachsen grüne Pflanzen die Küste hinunter. Aus der Steinküste ragt ein großer, runder Stein hervor.

Die Moeraki Boulders stecken wie dicke Kartoffeln im lockeren Gestein der Steilküste. Durch Wind und Wasser werden sie nach und nach freigespült

Die Kraft der Pazifik-Wellen haben einige Moeraki Boulder in Stücke zerbrochen und …

… dabei das faszinierende Innenleben der Stein freigelegt. Hier sieht es aus, als ob sich in einem sehr festen Kalzit-Skelett weiches Sediment abgelagert hat

Naturwunder Moeraki Boulders

Warum faszinieren die Moeraki Boulders uns so? Das liegt wahrscheinlich an ihrer regelmäßigen Form, die so aussieht als könnte die Natur sie gar nicht entworfen haben. Muss hinter solchem Ebenmaß nicht irgendeine Schöpferkraft stecken? Außerdem fesselt der Kontrast zwischen dem anrollenden Meer, der spritzenden Gischt und der festen runde Form der Riesensteine.

Die Moeraki Boulders sind aber nicht nur kugelrund, sie haben auch eine interessante Binnenstruktur. Denn die Kugeln sind von einem regelmäßigen Netz aus Kristallen durchzogen. Manche dieser Kugeln sind zerbrochen, so dass Du Dir ein gutes Bild von ihrem Innenleben machen kannst.

Der Geologe erkennt an dieser Struktur sofort, dass die Moeraki Boulders zur Familie der Septarien gehören. Die Fachleute sprechen von einer Gesteinskonkretion, die vor mehreren Millionen Jahren irgendwo auf dem Meeresgrund entstanden ist. Durch die gewaltigen Kräfte der Kontinentalbewegung wurde dieser Meeresboden – und mit ihm die Moeraki Boulders – an die Erdoberfläche gehoben. Und dieses Wunder lässt sich sogar am Koekohe Beach betrachten. Denn an einem Abschnitt der Steilküste kannst Du beobachten, wie sich ein großer Boulder aus dem Gestein löst. Wie die Riesenkugeln entstanden sind, wird in diesem Wikipedia Artikel gut erklärt.

Früher soll es viel mehr dieser Kartoffel-Steine hier am Strand gegeben haben. Aber ganz besonders die kleinen Boulders sind von Liebhabern in reizende Vorgärten abtransportiert worden. Große Exemplare der Moeraki Boulders sind vor repräsentativen Gebäuden in Otago abgeladen worden, zum Beispiel dem Otago Museum in Dunedin. Heute dürfen natürlich keine Steine mehr mitgenommen werden.

Das Bild zeigt einen Sandstrand am Pazifik. Vorne Sand, dahinter das Meer und eine hügelige Landzunge. Über die Hälfte des Bildes nimmt der blaue Himmel ein.

Glück gehabt, der Strand bei Moeraki ist fast menschenleer

Sieht aus wie ein gestrandeter Alien, ist aber gestrandeter Bullen Tang, eine Braunalgen-Art: Nereocystis luetkeana

Das Bild zeigt einen großen Stein, der wie eine Wanne ausgewaschen ist. In dieser Wanne befindet sich Meerwasser. Am Boden der Wanne liegt Sand, Muscheln, Schneckenhäuser. An den Wänden wachsen bunte Algen,

Trotz Ebbe, maritimes Leben am Koekohe Beach

Fotomotive am Koekohe Beach

Bei Deinem Aufenthalt am Koekohe Beach bist Du wahrscheinlich nicht allein. Dazu sind die Moeraki Boulders touristisch zu gut vermarktet und zu bekannt. Für ein tolles Foto von den Moeraki Boulders musst Du außerdem etwas Geduld mitbringen, weil das schönste Motiv bestimmt von anderen Reisenden belagert wird.

Aber es gibt ja auch andere interessante Details zu entdecken. Ein Stück ausgebleichtes Treibholz oder angeschwemmte Arme des Bull Kelp, des Bullen Seetangs. Das ist ein riesige Braunalgenart, die an vielen Stellen der neuseeländischen Küste wächst. Vielleicht wanderst Du aber auch einfach den Strand entlang, lässt die vielen Menschen hinter Dir und genießt einfach die frische Seebrise.

Ich habe bei meinem Besuch der Moeraki Boulders ein kleines Aquarium entdeckt, das sich in einem der aufgesprengten Riesensteine gebildet hat.  Das war sehr faszinierend, am Strand zu stehen und wie durch ein Schaufenster ins Meer zu schauen. Ein kleiner Höhepunkt zum Abschied, denn dann muss ich los. Noch einen Flat White und weiter geht es in die reizende Stadt Oamaru. Was Du dort erleben uns sehen kannst erzähle ich später einmal.